Vielblättrige Lupine
Lupinus polyphyllus

Bam, Heuberg Juni 2010

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Systematik
Ordnung:
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Genisteae
Gattung: Lupinen (Lupinus)
Untergattung: Platycarpos
Art: Vielblättrige Lupine
Wissenschaftlicher Name
Lupinus polyphyllus  LINDL.
Merkmale
Icon_Jupiter_ausdauernd    VI-IX    60-150 cm     Icon_maessig_giftig
Stängel aufsteigend bis aufrecht;
Laubblätter wechselständig, gefingert mit 9-17 lanzettlich spitzen Blättchen; Nebenblätter mit Blattstil verwachsen;
Blütenstand endständig aufrecht traubig, Blüten zwittrig, zygomorph, meist blau, auch weiß oder rosa;
Fruchstand: behaarte, abgeflachte, gekrümmte Hülsenfrüchte mit 4-12 kugeligen Samen (giftig!).
Standort
Die Vielblättrige Lupine wurde 1826 nach England eingeführt und wurde durch Züchtungen in den gemäßigten Breiten zu einer weit verbreiteten Gartenpflanze. Sie wird heute in zahlreichen Farbvarianten kultiviert. Sie neigt  zum Verwildern – erstmals für Deutschland 1890 in Bayern nachgewiesen. Heutzutage ist sie die häufigste Lupinenart Mitteleuropas. Diese neophytische (= gebietsfremde) Pflanze wächst abgesehen von Gärten bevorzugt an Böschungen von Straßen und Eisenbahnen, an Waldrändern und auf Lichtungen.
Gefährdung
Im Gegenteil
Verwendung
Da sie durch die „Knöllchenbakterien“ Stickstoffsammler sind, werden Kulturformen als Gründünger verwendet. Es werden auch viele Lupinen ausgesät als Zierpflanzen und zur Böschungsbefestigung. Ein drastisches Beispiel für mangelnde ökologische Einsicht ist die Aussaat von Lupinen an Autobahn-Böschungen. Die vom Wild gern als Futterpflanze angenommenen Lupinen führen zu häufigem Wildwechsel und damit zu zahlreichen Wildunfällen.
Invasive Art
Diese ursprünglich im pazifischen Nordamerika beheimatete Art gehört heute zu den 15 häufigsten Neophyten in Deutschland.
Das deutsche BfN (Bundesamt für Naturschutz) stuft Lupinen als problematisch ein wegen nachhaltiger Vegetationveränderungen, »von denen in mageren Grünlandgesellschaften auch seltene Arten betroffen sein können…«
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Trivialnamen
Staudenlupine
Quellenangabe und Links
Textquelle: Icon_Link_extern Vielblättrige Lupine bei Wikipedia
Icon_Link_extern Lupinus polyphyllus bei infoflora.ch