Silberwurz
Dryas octopetala

Bam, ↑↓↓ Kanzelwand Juni 2007

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Symbolpflanze der schwedischen Provinz Lappland
und seit 2004 Nationalblume Islands
Systematik
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Gattung: Silberwurzen (Dryas)
Art: Silberwurz
Wissenschaftlicher Name
Dryas octopetala  L.
Merkmale
Icon_Jupiter_ausdauernd    VI-VIII    5-15 cm   
Spalierstrauch immergrün, kann bis 100 Jahre alt werden; niederliegende verholzte Triebe, können große Flächen überziehen;
Blütenstiel aufrecht, dicht behaart;
Laubblätter kurz gestielt, gekerbter Rand, oberseits kahl, unterseits fein weißfilzig glänzend behaart (Transpirationsschutz für die nach innen verlagerten Spaltöffnungen), wechselständig, rosettig gehäuft;
Blüten einzeln aus den Blattachseln, ∅ 2-4 cm, meist 8  (octopetala) Kronblätter rein- bis cremeweiß, Kelchblätter schwarzrot drüsig behaart;
Griffel bei Reife der Früchte verlängert, behaarte Fortsätze für die Windverbreitung der Früchte.
Standort
Die kalkliebende Art bevorzugt  Zwergstrauchheiden, Moränenschutt, Felsflure, Matten und Kalkschuttflure oberhalb der Waldgrenze. Man findet sie in den Alpen in Höhenlagen von 1200 bis 2500 m.
Gefährdung
RLVlbg: -/- | D: -/- | CH: -+/-+
Wissenswert
Die Weiße Silberwurz ist oft ausgezeichnet fossil erhalten. Die Blüten, Früchtchen und Pollen haben in eiszeitlichen Tonablagerungen zigtausend Jahre überstanden. Die Pflanzenart war mit Ausklingen der Eiszeit über ganz Deutschland verbreitet (Nachweis über Pollenanalysen). Nach dieser Pflanzenart wurde diese Zeit Dryas-Zeit (Silberwurzzeit) genannt.
Trivialnamen
Weiße Silberwurz;
Alpengamänderlin, Berggamanderlin, Weißer Gathau, Hirtzwurz, Kateinl;
für den Fruchstand: Frauenhaar, Petersbart
Quellenangabe und Links
Textquelle: Icon_Link_extern Weiße Silberwurz bei Wikipedia
Icon_Link_extern Dryas octopetala bei floraweb.de
Icon_Link_extern Dryas octopetala bei infoflora.ch