Scharbockskraut 
Ficaria verna

Karl Kessler, Kleinwalsertal April 2011

Bam, Schwarzwasser Mai 2008

Icon_Pfeil_links3     Icon_Pfeil_rechts3

Systematik
Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Unterfamilie: Ranunculoideae
Tribus: Ranunculeae
Gattung: Ficaria
Art: Scharbockskraut
Wissenschaftlicher Name
Ficaria verna  HUDS.
Syn.: Ranunculus ficaria  L.
Merkmale
Icon_Jupiter_ausdauernd    III-V    10-20 cm    Icon_maessig_giftig
Stängel niederliegend bis aufsteigend, hohl, kahl;
Laubblätter ungesteilt, langgestielt, herz- bis nierenförmig, fettig glänzend, gekerbter Rand;
Blüten einzeln stehend, goldgelb, sternförmig; 8-11 Kronblätter.
Standort
Die Art gedeiht meist in feuchten Wiesen, Gebüschen, Hecken oder dichten Laubwäldern und an Laubwaldrändern und ist dort im Frühling anzutreffen. Man findet sie in den Allgäuer Alpen bis in Höhenlagen von etwa 1800 m.
Gefährdung
RLVlbg: -/- | D: ?/- | CH: -/-
Scharbock=Skorbut
Scharbockskraut gehörte früher zum Reiseproviant auf Seereisen und wurde von Seefahrern gegessen, die meist kein frisches Gemüse und Obst zu Verfügung hatten. Scharbockskraut enthält sehr viel Vitamin C und verhinderte dadurch Skorbut, eine Vitamin C-Mangelkranheit, die Seefahrer früher auf ihren langen Reisen bedrohte. Der Name Scharbockskraut leitet sich von Scharbock ab, eine alte Bezeichnung für Skorbut.
Giftig
Das Scharbockskraut ist in allen Teilen giftig, besonders aber im Wurzelstock und in den Bulbillen (Brutorgane, hier: weiße etwa getreidekorngroße Brutknöllchen). Junge Blätter, die vor der Blütezeit geerntet werden, sind jedoch unbedenklich. Hauptwirkstoffe sind Protoanemonin und andere unbekannte Stoffe. Protoanemonin wirkt schleimhautreizend; Vergiftungserscheinungen sind: Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
Trivialnamen
Feigwurz, Frühlings-Scharbockskraut
Quellenangabe und Links
Textquelle: Icon_Link_extern Scharbockskraut bei Wikipedia
Icon_Link_extern Ficaria verna bei floraweb.de
Icon_Link_extern Ranunculus ficaria bei infoflora.ch