Frühlings-Krokus   Schneebluama
Crocus vernus

Bam, ↑↓ Nähe Naturbrücke Mai 2008

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Systematik
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Schwertliliengewächse (Iridaceae)
Gattung: Krokusse (Crocus)
Art: Frühlings-Krokus
Wissenschaftlicher Name
Crocus vernus  (L.) HILL
Merkmale
Icon_Jupiter_ausdauernd    III-VI    5-15 cm    
Blätter grundständig, grasartig schmal mit weißem Mittelnerv und nach unten gerollten Ränder;
Einzelne Blüte aufrecht, trichterförmig, weiß, violett oder gestreift, Blütenhüllblätter am Grund röhrig verwachsen, 3 Staubblätter mit gelbem Blütenstaub, Griffel mit 3 Narbenlappen.
Nach Brian Mathew (1982) werden zwei Unterarten unterschieden:
Die Unterart Crocus vernus subsp. vernus hat meistens violette Blüten und die Staubblätter überragende Griffel.
Die Unterart Crocus vernus subsp. albiflorus besitzt weiße bis violette, oft gestreifte Blüten mit von den Staubblättern überragten Griffeln.
Standort
Die Art bevorzugt nährstoffreiche Böden und Bergwiesen und findet sich in den Alpen – häufig in größeren Beständen – bis 2500 m.
Gefährdung
RLVlbg: 3/+ | D: 4/+ | CH +-/+-
Wissenswert
Die Blätter der Pflanze haben eine Bohrspitze aus verdickten Zellen zum Durchstoßen der Schneedecke. Die aufrechten Blüten reagieren auf Temperaturschwankungen ab 0,2 °C und schließen schon bei größeren vorbeiziehenden Wolken.
Der Frühlings-Krokus bildet jedes Jahr eine neue kugelige Knolle, die der alten jeweils aufsitzt. Dieser Fortpflanzungsprozess erfolgt in drei Schritten. Zuerst existiert sie als Knospe in der Schale der Mutterknolle. Im darauffolgenden Jahr bildet sie sich zur selbstständigen Knolle weiter, während die Mutterknolle nach und nach abstirbt. Nach drei Jahren treibt sie selbst Blüten und hinterlässt neue Knospen.
Trivialnamen
Frühlings-Safran;
Blümischken, Brennwürzli, Hutreif, Kälberschissen, Schneeblümel, Vater und Mutter, Schneekatherl, Burzigackeln u.v.m.
Quellenangabe und Links
Textquelle: Icon_Link_extern Frühlings-Krokus bei Wikipedia
Icon_Link_extern Crocus vernus bei floraweb.de

 

Karl Kessler, April 2006