Echtes Mädesüß 
Filipendula ulmaria

Bam, ↑↓ Gemstel Juli 2007

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Systematik
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Unterfamilie: Rosoideae
Gattung: Mädesüß (Filipendula)
Art: Echtes Mädesüß
Wissenschaftlicher Name
Filipendula ulmaria  (L.) MAXIM.
Merkmale
Icon_Jupiter_ausdauernd    VI-VIII    50-150 cm    Icon_Heilpflanze   
Stängel rötlich überlaufen, im oberen Teil verzweigt;
Laubblätter dunkelgrün, unpaarig gefiedert, stark geadert, an der Unterseite weiß fein behaart;
Blütenstand spirrig, doldentraubig; Blüten radiärsymmetrisch, 5-zählig mit doppelter Blütenhülle, Kronblätter creme- bis gelblich-weiß, bis 5 mm lang.
Standort
Mädesüß wächst auf sicker- oder grundnassen oder feuchten, nährstoffreichen, schwach bis mäßig sauren, sandigen oder reinen Lehm- und Tonböden bzw. Sumpfhumusböden, ferner auf Torf, es ist eine Licht- bis Halbschattenpflanze, die im Kleinwalsertal bis ca. 1400 m zu finden ist.
Gefährdung
RLVlbg: 4/- | D: -/- | CH: -/-
Verwendung
in der Küche:
Blüten für Tee, Wurzeln und Triebe essbar. Besonders die Blüten eignen sich zum Aromatisieren von Süßspeisen, Sahne nimmt einen honig-mandelartigen Geschmack an, wenn die Blüten über Nacht in ihr ziehen konnten;
als Duftpflanze:
Mädesüß war früher wegen seines süß-herben Duftes ein beliebtes Streukraut, es wurde zusammen mit anderen Kräutern in den Räumen eines Hauses in der Früh ausgestreut und abends wieder weggekehrt, beim Darübergehen verströmten die Kräuter ihren Duft. König George III hatte sogar eine hauptamtliche Krautstreuerin, die ihm und seinen Söhnen 43 Jahre lang diente.
Heilpflanze
Die Blüten und die jungen Blätter des Mädesüß werden zu Tee verarbeitet, dem eine gute harntreibende, entzündungshemmende sowie antirheumatische Wirkung nachgesagt wird. Mädesüß soll die übermäßige Produktion von Magensäure eindämmen und so Sodbrennen entgegenwirken.
medizingeschichtlich interessant:
Wie die Rinde der Weiden enthält auch die einst Spiraea ulmaria genannte Filipendula ulmaria Acetylsalicylsäure. Das Medikament Aspirin erhielt seinen Namen von der „Spiraea“.
Siehe auch: Icon_Link_extern Echtes Mädesüß – vergessene Schmerzpflanze Icon_pdf, Fachartikel von Cornelia Stern, Mitinhaberin und Dozentin der Freiburger Heilpflanzen-Schule.
Trivialnamen
Großes Mädesüß;
Rüsterstaude, Bacholde, Wiesenkönigin, Federbusch, Spierstrauch, Geißripp, Stopparsch, Wiesenschabe, Waldbart…
Quellenangabe und Links
Textquelle: Icon_Link_extern Echtes Mädesüß bei Wikipedia  Icon_wiki_excellent
Icon_Link_extern Filipendula ulmaria bei infoflora.ch