Arnika
Arnica montana

„Wenn ein Mann oder eine Frau in Liebe erglüht, dann wird, wenn jemand sie oder ihn auf der Haut mit Wolfesgelena (= Arnika) berührt, der Berührte in der Liebe zum anderen verbrennen, und wenn das Kraut vertrocknet ist, dann werden Mann oder Frau durch die Liebesglut fast rasend, so dass sie schließlich unsinnig werden.“  (Hildegard von Bingen)

Bam, ↑↑↓ Kanzelwand Juli 2009

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Blume des Jahres 1986
Systematik
Ordnung:  Asternartige (Asterales)
Familie:  Korbblütengewächse (Asteraceae)
Unterfamilie:  Asteroideae
Gattung:  Arnika (Arnica)
Art:  Arnika
Wissenschaftlicher Name
Arnica montana L.
Merkmale
Icon_Jupiter_ausdauernd    VI-IX    20-60 cm   Icon_Heilpflanze   Icon_maessig_giftig    
Meist einzeln stehenden körbchenförmige Blütenstände, ∅ 4,5 bis 8 cm; Korbboden behaart; dottergelbe Röhrenblüten und vielnervige, orangegelbe Zungenblüten.
Drüsenhaariger Stängel mit ein bis drei gegenständigen Paaren Laubblättern; Grundblätter in Rosetten angeordnet, eiförmig bis lanzettlich und ganzrandig; Blätter vier- bis siebennervig und behaart.
Standort
Arnika bevorzugt saure und magere Wiesen und ist kalkmeidend. Man findet sie bis in Höhenlagen von 2800 m.
Gefährdung
RLVlbg: 4/+ | D: 3/+ | CH: -+/-+
Heilpflanze
Arnikablüten enthalten ätherisches Öl, Flavonoide und Sesquiterpenlactone, die entzündungshemmend und antiseptisch wirken. Hierbei sind als Hauptwirkstoffe in veresterter Form insbesondere Helenalin- und Dihydrohelenalin-Ester bekannt.
Wegen der Toxizität des Helenalins bzw. des Diyhdrohelenalins sollten Tinkturen und Auszüge aus Arnikablüten nicht als Selbstmedikation innerlich angewendet werden. Arnikablüten im Tee können auch zu Vergiftungen führen.
Arnika wird zur äußeren Anwendung bei Verletzungen und bei rheumatischen Muskel- und Gelenkbeschwerden verwendet.
Brauchtum
Die Arnika zählt zu den alten Zauberpflanzen, worauf einige volkstümliche Namen hindeuten, z. B. Donnerwurz, Wolfsbanner, Johannisblume. Als leuchtend gelb blühende Pflanze spielte sie früher im Kult der Sommersonnenwende eine Rolle. Viele dieser heidnischen Bräuche gingen dann ins volkstümliche Brauchtum über. So galten z. B. die am Johannistag, also dem 24. Juni, dem Tag der Sonnenwende, gesammelten Blüten als besonders heilkräftig.
Am Vorabend des Johannistags steckten Bauern Arnikasträuße an die Ecken ihrer Getreidefelder. Dies sollte den „Bilmesschnitter“ davon abhalten, das Getreide zu vernichten. Dieser war ein Korndämon und ging besonders gerne um die Zeit der Sommersonnenwende über die Getreidefelder und legte dort die Halme um. Dieser Aberglaube beruht aber wahrscheinlich auf guter Beobachtungsgabe, denn auf Arnikapflanzen legt die Arnikafliege (Trypeta arnica), ein Getreidenützling, die Eier ab.
Trivialnamen
Für Arnica montana sind eine Reihe von Trivialnamen bekannt: Bergwohlverleih, Engelkraut, Fallkraut, Kraftwurz, Wundkraut, Wolfsblume, Arnica flower (engl.), Leopard’s bane (engl.), Mountain tabacco (engl.), Fleur d’arnica (franz.).
Quellenangaben und Links
Textquelle:   Icon_Link_extern Arnika bei Wikipedia
Icon_Link_extern Arnica montana bei floraweb.de
Icon_Link_extern Arnica montana bei
Heilpflanze: Icon_Link_extern  Arnica montana bei awl.ch
Heilpflanze: Icon_Link_extern Arnica montana bei PharmaWiki.ch