Alpen-Pestwurz
Petasites paradoxus

Bam, ↑↓ Brennboden Mai 2008

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Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütengewächse (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus Senecioneae
Gattung: Pestwurzen (Petasites)
Art: Alpen-Pestwurz
Wissenschaftlicher Name
Petasites paradoxus  (RETZ.) BAUMG.
Merkmale
Icon_Jupiter_ausdauernd    VI-IX    10-30 (60) cm    
Nach der Blütezeit wächst die Pflanze bis zu 60 cm hoch, da die Internodien (Teil einer Sprossachse zwischen zwei Knoten – Nodi) während der Reife der Früchte gestreckt werden.
Stängelblätter rotbraun bis violett überlaufen, schuppenförmig. Grundblätter erst gegen Ende der Blütezeit, dreieckig bis herzförmig und buchtig gezähnt, Unterseite weiß-filzig.
Blütenköpfe (= Teilblütenstände) in dichten traubigen Blütenständen, weißrötlichen Röhrenblüten.
Standort
Die kalkstete Art bevorzugt feinerdereiche steinige Hänge, Bachschotter und sickerfeuchten Felsschutt sowie Föhrenwälder. Sie ist die Charakterart der Schnee-Pestwurz-Flur.
In den Allgäuer Alpen nahe der Widdersteinhütte steigt sie bis 2020 m auf.
Gefährdung
 D:  –  CH: teils nicht, teils stark gefährdet, kein Schutzstatus
Ökologie
Die Alpen-Pestwurz besiedelt extreme Standorte. Sie ist ein Schuttüberkriecher, indem sie schlaffe, streckungsfähige oberirdische Triebe über den losen Schutt legt; damit reagiert sie sehr flexibel gegenüber Schuttbewegungen. Die Pestwurz ist ein Rohbodenpionier und trägt zum Verfestigen des Bodens bei.
Trivialnamen
Geröll-Pestwurz, Schnee-Pestwurz,  Schneeweiße Pestwurz;
die großen Blätter der Pestwurz: Schteiblacka
Quellenangabe und Links
Textquelle: Icon_Link_extern Alpen-Pestwurz bei Wikipedia
Icon_Link_extern Petasites paradoxus  bei infoflora.ch

Bam, Außerschwende April 2016