Huflattich  Riiseblüamle
Tussilago farfara

Bam, ↑↓ Schwarzwasser Mai 2008

Bildquelle: Tussilago farfara, Compositae, aus Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz von Otto Wilhelm Thomé, Tafeln von Walter Müller, Gera 1885 Icon_gemeinfrei

 

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Heilpflanze des Jahres 1994
Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütengewächse (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Senecioneae
Gattung: Huflattich (Tussilago)
Art: Huflattich
Wissenschaftlicher Name
Tussilago farfara  L.
Merkmale
Icon_Jupiter_ausdauernd    III-V    10-20 cm    Icon_Heilpflanze   
Stängel filzig behaart, zur Blütezeit mit braunen oder rötlichen, behaarten Schuppenblättern, nach Blüte deutlich nickend;
Laubblätter (folgen erst nach Verblühen) grundständig, langgestielt, gezähnt, herz- oder hufförmig, 10-20 cm breit, unterseits weißfilzig;
Blütenstand körbchenförmig, etwa 300 gelbe Zungenblüten, 30-40 gelbe Röhrenblüten; Blüten schwach honigartig duftend.
Standort
Der Huflattich besiedelt trocken-warme Standorte auf durchlässigen Böden. Daher tritt der Huflattich oft auf Dämmen, in Steinbrüchen und an unbefestigten Wegen auf. Im Gebirge kommt er bis in Höhenlagen von etwa 2300 Meter vor.
Gefährdung
RLVlbg: -/- | D: -/- | CH: -/-
Heilpflanze
Der Huflattich gilt als bedeutsame Heilpflanze bei Hustenreiz und wirkt schleimlösend. Als arzneilich wirksamster Teil werden die Blätter verwendet (Droge: Farfarae folium). Der Huflattich gehört zu den ältesten Hustenmitteln. Schon Dioskurides, Plinius und Galenos empfehlen den Rauch der angezündeten Blätter gegen Husten. Auch Hildegard von Bingen weist auf die Heilkraft des Huflattichs bei Erkrankung der Atmungsorgane hin.
Die Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes sah eine Wirksamkeit von Huflattichblättern gegeben bei ‚akuten Katarrhen der Luftwege mit Husten und Heiserkeit‘ sowie ‚akuten, leichten Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut‘, was die Zulassung als Arzneimittel in Deutschland begründete.
Trivialnamen
Breit-, Brust-, Eselslattich, Latten, Lette, Ackerlatsche, Kuhfladen, Esels- oder Rosshuf, Fohlenfuß, Hufblatt;
die großen Blätter des Huflattichs sind unterseits weich behaart und werden daher von Naturfreunden auch als Wanderers Klopapier bezeichnet; Walser Namen für die Blätter: Sandblacka, Huafblacka
Quellenangabe und Links
Textquelle: Icon_Link_extern Huflattich bei Wikipedia
Icon_Link_extern Tussilago farfara bei infoflora.ch
Heilpflanze: Icon_Link_extern Tussilago farfara bei awl.ch und Icon_Link_extern Huflattich bei heilpflanzen-online.com

Karl Kessler, April 2011

Bam, Außerschwende April 2016