Himbeere  Brembeer
Rubus idaeus

Bam, Lüchle/Baad  Juni/August 2011

Bildquelle: Franz Eugen Köhler, Rubus idaeus, Köhler’s Medizinal-Pflanzen in naturgetreuen Abbildungen mit kurz erläuterndem Texte, Gera-Untermhaus 1883-1914 Icon_gemeinfrei

 

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Systematik
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Unterfamilie: Rosoideae
Gattung: Rubus
Art: Himbeere
Wissenschaftlicher Name
Rubus idaeus  L.
Merkmale
Icon_Jupiter_ausdauernd    V-VIII    60-200 cm  Icon_Heilpflanze    
Zweige (Ruten) mit feinen Stacheln besetzt, verholzend;
Laubblätter gestielt, wechselständig, an den Sprossachsen angeordnet; Blattspreiten unpaarig gefiedert, bestehend aus 3, 5 oder 7 gezähnten Fiederblättern;
Blütenstnd rispig, Blüten zwittrig, radiärsymmetrisch, 5-zählig mit doppelter Blütenhülle, freie Kronblätter weiß;
Früchte bei Reife rot und weich, keine Beeren sondern Sammelsteinfrüchte.
Standort
Die Himbeere tritt als Waldpionier auf Kahlflächen auf. Sie bevorzugt kali- und nitratreiche Böden in sonnigen bis halbschattigen Lagen, zum Beispiel auf Waldlichtungen und an Waldrändern mit hoher Luftfeuchtigkeit sowie kühlen Sommertemperaturen. Himbeeren vertragen keine Staunässe, da sie empfindlich gegenüber Wurzelkrankheiten sind. Man findet sie  bis in Höhenlagen von 2300 m.
Gefährdung
RLVlbg: -/- | D: -/- | CH: -/-
Heilpflanze
Die Himbeere ist bereits seit dem Altertum als Heilpflanze bekannt. Der Gehalt an Vitamin C, Kalium und Fruchtsäuren soll die Abwehrkräfte und die Wundheilung fördern. Im Mittelalter wurde sie vor allem in Klöstern kultiviert.
Heildrogen sind die getrockneten Himbeerblätter, Rubi idaeifolium (DAC) und Himbeersirup aus den frischen Früchten zubereitet – Rubi idaei sirupus.
Die Blätter werden in der Volksheilkunde wie die Blätter von Brombeeren verwendet, so aufgrund ihres Gerbstoffgehalts als Tee bei leichten Durchfallerkrankungen, zu Gurgeln bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, seltener auch zu Waschungen bei chronischen Hauterkrankungen. Fermentierte Himbeerblätter erinnern an den Geschmack von Schwarzem Tee, sie sind daher häufig in Hausteemischungen enthalten. Der Sirup dient der Geschmacksverbesserung und der Färbung von Arzneimitteln, seit alters her wird er (verdünnt) gern als durstlöschendes Getränk bei Fieber gegeben.
In der Naturheilkunde finden sowohl Früchte, Blätter, Blüten als auch Wurzeln Anwendung. Es werden beispielsweise die Beeren gekocht oder roh eingenommen oder die verschiedenen Teile der Pflanze als Tees, Tinkturen oder Bäder angewandt.
Die Wirkung der Pflanze reicht von entzündungshemmend, blutreinigend, adstringierend bis zu beruhigend, fiebersenkend, harn- und schweißtreibend. Eingesetzt wird sie unter anderem bei geschwächtem Immunsystem, Rheuma, Halsentzündungen, Mundgeschwüren oder Verdauungsproblemen.
Trivialnamen
Hintperi (ahd.) von altnordisch hind (Hirschkuh), also Beere der Hirschkuh;
Hindebeere, Humbeere, Rehbockbeere, Hohlbeere, Himpelbeere oder Hirschbeere
Quellenangabe und Links
Textquelle: Icon_Link_extern Himbeere bei Wikipedia
Icon_Link_extern Rubus idaeus bei infoflora.ch