Gewöhnliche Schafgarbe 
Achillea millefolium

Bam, ↑↓ Heuberg Juli 2007

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Heilpflanze des Jahres 2004
Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütengewächse (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Anthemideae
Gattung: Schafgarben (Achillea)
Art: Gewöhnliche Schafgarbe
Wissenschaftlicher Name
Achillea millefolium  L.
Merkmale
Icon_Jupiter_ausdauernd    VI-X    10-60 cm    Icon_Heilpflanze
Laubblätter 2-4-fach fiederteilig, über 15 Fiederpaare, untere Blätter gestielt, obere sitzend, dunkelgrün, oberseits behaart;
Gesamtblütenstand doldenrispig, schirmartig, zahlreiche körbchenförmige Teilblütenstände, Zungenblüten 4-6, weiß selten rosa., Röhrenblüten ebenfalls weißlich
Standort
Als Standort werden Wiesen, (Schaf-)Weiden, Halbtrockenrasen, Acker- und Wegränder bevorzugt. In den Alpen steigt die Art bis auf Höhenlagen von etwa 1900 m.
Gefährdung
RLVlbg: -/- | D: k.A./- | CH: -/-
Heilpflanze
Die Gewöhnliche Schafgarbe wird als Gewürz- und Arzneipflanze verwendet.
Als Arzneidroge werden oberirdische Teile der Gemeinen Schafgarbe wie Stängel, Blätter und die Blüten genutzt (Schafgarbenkraut, lat. Millefolii herba; Schafgarbenblüte, lat. Millefolii flos). Sie können als Aufguss oder als Frischpflanzenpresssaft verarbeitet werden. Zubereitungen aus Schafgarbenkraut wirken gallenflussanregend (choleretisch), antibakteriell, zusammenziehend (adstringierend) und krampflösend (spasmolytisch).
Hildegard von Bingen übernahm in ihrer Physica die Angaben früherer Autoren zur Wundheilung der von ihr „garwa“ genannten Schafgarbe und fügte als weitere Indikation Dreitagefieber hinzu. Die „garwa“ sollte zusammen mit „polypodium“ (gedeutet als Gewöhnlicher Tüpfelfarn) in Wein gekocht werden und das Durchgesiebte sollte man dem Kranken vor dem erwarteten Anfall eingeben.¹
Schon im Altertum war die Schafgarbe bekannt als Heilpflanze bei den Germanen, den Indianern Amerikas und den Chinesen, die sie auch für das Schafgarbenorakel verwendeten. In der Ilias wird sie genannt als Mittel zur Wundheilung und zur Stillung von Blutungen – daher der Name „Achillea“.
Trivialnamen
Gemeine Schafgarbe, Achilleskraut, Blutstillkraut, Gänsezungen, Grützblume, Kachel, Zangeblume, Feldgarbenkraut, Grundheil;
viele Icon_Link_extern weitere regionale Trivialnamen wie Bauchwehkraut, Lämmlizungen, Margarethenkraut, Edelgarb
Quellenangabe und Links
Textquelle: Icon_Link_extern Gewöhnliche Schafgarbe bei Wikipedia
Icon_Link_extern Achillea millefolium bei infoflora.ch
Icon_Link_extern Achillea millefolium als Heilpflanze bei awl.ch
¹) Hildegard von Bingen. Physica. Buch I, Kapitel 113: garwa Icon_Link_extern Druck Straßburg 1533, S. 53: Millefolium Digitalisat