Weißer Germer    Geemerna, Luuswürza
Veratrum album

Bam, ↑↓ Gottesackeralpe Juli 2008

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Systematik
Ordnung: Lilienartige (Liliales)
Familie: Germergewächse (Melanthiaceae)
Gattung: Germer (Veratrum)
Art: Weißer Germer
Wissenschaftlicher Name
Veratrum album  L.
Merkmale
Icon_Jupiter_ausdauernd    VI-VIII    50-150 cm    Icon_Heilpflanze      Icon_Totenkopf_giftig
Stängel aufrecht, wechselständig beblättert;
Blätter schraubig fast dreizeilig angeordnet, untere breit oval, bis 20 cm lang, obere lanzettlich, alle tief gefurcht und stängelumfassend;
Blütenstand etwa 50 cm hohe Rispe mit sehr vielen weißen, grünlichen oder gelblichen Trichterblüten, bei Sonnenschein stark duftend; Blüte erst nach einigen Jahren.
Standort
Die Art bevorzugt feuchte Wiesen, Weiden, Lager, Hochstaudenflure und Flachmoore von der Tallage bis in eine Höhenlage von etwa 2700 m.
Gefährdung
RLVlbg: -/- | D: ?/- | CH: ++/-+
Giftig
Die Pflanze ist stark giftig. Sie enthält in allen Teilen, besonders jedoch im Wurzelstock, giftige Alkaloide wie Protoveratrin und Germerin.
Die Pflanze ist auch für Insekten giftig und wurde früher zur Lausbekämpfung bei Mensch und Tier benutzt. Das erfahrene Großvieh rührt sie nicht an, doch gehen an ihm immer wieder Kälber, Schafe und Ziegen zugrunde.
In der Antike wurde die Pflanze als Mord- sowie als Pfeilgift genutzt. Alexander der Große, der schon mit 32 Jahren 323 v. Chr. in Babylon starb, soll mit ihr vergiftet worden sein.
Heilpflanze
»Veratrum album wird in der Homöopathie sehr gelobt bei akuten Toxikosen schwerster Art mit Neigung zu Kollaps und kalten Schweißen…« – ausführlicher und interessanter Icon_Link_extern Artikel zu Veratrum album (nicht nur als Heilpflanze) bei henriettes-herb.com
Trivialnamen
Weiß-Germer;
Nieswurz, Hammerwurz, Hemmer(t)wurzn, Lauskraut, Lauswurz
Quellenangabe und Links
Textquelle: Icon_Link_extern Weißer Germer bei Wikipedia
Icon_Link_extern Veratrum album bei infoflora.ch
Icon_Link_extern Veratrum album bei floraweb.de