Alpen-Milchlattich
Cicerbita alpina

Bam, ↑↓ Heubergmulde Juni 2010


Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütengewächse (Asteraceae)
Unterfamilie: Cichorioideae
Gattung: Milchlattiche (Cicerbita)
Art: Alpen-Milchlattich
Wissenschaftlicher Name
Cicerbita alpina (L.) WALLR.
Merkmale
Icon_Jupiter_ausdauernd    VII-IX    60-240 cm    
Stängel kräftig, in der Regel unverzweigt, oben dicht braunrot drüsen borstig, violett überlaufen; untere Laubblätter  gestielt, leierförmig fiederteilig mit dreieckigem bis spießförmigem Endabschnitt und drei Paar Seitenzipfeln; obere Laubblätter einfach, sitzend und zum Teil stängelumfassend, mit spitzen Zipfeln.
Blätter im oberen Teil der Pflanze  genau wie der Stängel dort deutlich drüsig behaart, im unteren und mittleren Teil dagegen kahl.
Gesamtblütenstand traubig-rispig, meist deutlich länger als breit mit zahlreichen körbchenförmige Teilblütenständen; Blütenstandsschäfte braun behaart; Hüllblätter mit langen Drüsenhaaren; Zungenblüten blauviolett, Ø etwa 2 cm.
Standort
Die Art gedeiht auf nährstoffreichen Böden, die sich über Kalk- und Silikatgestein entwickeln. Sie wächst vor allem in subalpinen Hochstaudenfluren und in Bergwäldern,  in den Alpen in Höhenlagen von 1000 bis 2000 m.
Gefährdung
RLVlbg: -/- | D: -/- | CH: -+/-
Nutzung und Trivialnamen
Der Alpen-Milchlattich ist bei Bergbauern sehr beliebt, weil er angeblich die Milchleistung der Kühe steigert. Zahlreiche Volksnamen wie Milchkraut, Milchdistel, Schmettenwurz (Schmetten = Rahm), Chalberchernechrut beziehen sich darauf. Wird in manchen Gegenden der Westschweiz als Tzougras eigens zu Futterzwecken gesammelt. Die Lappen essen die bitter schmeckenden Stängel in Rentiermilch gekocht als Gemüse.
Quellenangabe und Links
Textquelle: Icon_Link_extern Alpen-Milchlattich bei Wikipedia
Icon_Link_extern Cicerbita alpina bei infoflora.ch